Das sagte Smoltczyk am Freitag bei der Vorstellung ihres Jahresberichts 2016. Der bei vielen Handynutzern beliebte US-Dienst sei unsicher und entspreche nicht europäischen Datenschutzstandards. Spätestens nach den Enthüllungen des Ex-US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden sei klar, „wer alles Zugriff darauf hat.“

Als Alternative für WhatsApp schlägt Smoltczyks Team sicherere Messenger-Dienste vor, etwa Wire oder Threema.

Voraussetzung für eine Teilnahme an WhatsApp-Gruppen sei die Einwilligung der Betroffenen, erläuterte Smoltczyk. „Das setzt aber die Kenntnis aller Gefahren voraus und die Freiheit, auch nein sagen zu können.“ Dies sei aber für Schüler oder deren Eltern bei einer Vorgabe des Lehrers faktisch kaum gegeben, weil damit Nachteile verbunden sein könnten. „Wer würde sich trauen, da nein zusagen?“

Die Datenschützerin untersuchte einen Fall, geht aber davon aus, dass es nicht der einzige in Berlin ist. Sie kritisierte uneinsichtige Schulleitungen, die auf ihre pädagogische Freiheit verwiesen. „Dies kann keine Rechtfertigung für eine Grundrechtseinschränkung sein.“