Landtagswahlen: Zeitgleich mit den Europawahlen wird am 13. Juni in Thüringen ein neuer Landtag gewählt. Am 5. September folgt das Saarland . Landtagswahlen finden am 19. September auch in Brandenburg und Sachsen statt: Mit Spannung wird erwartet, ob sich der Potsdamer Regierungschef Matthias Platzeck (SPD) im Amt halten kann. Er hatte in der laufenden Legislaturperiode die Nachfolge von Manfred Stolpe angetreten, hat aber neben Innenminister Jörg Schönbohm keinen leichten Stand. Auch Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) stellt sich erstmals dem Wähler.
Kommunalwahlen: Unter den Kommunalwahlen in der Hälfte aller 16 Bundesländer ist vor allem Nordrhein-Westfalen von Interesse, wo am 26. September gewählt wird. In den Kommunen des bevölkerungsreichsten Bundeslandes hatte die SPD bereits 1999 ihre Position als stärkste Kraft eingebüßt. Fraglich ist, ob sich die Sozialdemokraten angesichts des negativen Bundestrends wieder verbessern können. Bereits am 13. Juni - zeitgleich mit der Europawahl - finden in Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Sachsen und Sachsen-Anhalt Kommunalwahlen statt. Die Thüringer wählen am 27. Juni.
Bundespräsident: Zwar hat die Union als stärkste Kraft in der Bundesversammlung gute Chancen, einen eigenen Kandidaten für die Nachfolge von Bundespräsident Johannes Rau durchzusetzen. Jedoch nicht ohne Unterstützung der FDP, die mit einem eigenen Kandidaten liebäugelt. Als Unions-Bewerber wird Fraktionsvize Wolfgang Schäuble gehandelt. (dpa/uk)