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| 02:40 Uhr

Das sagt die Lausitz zur Berlin-Wahl

Michael Stübgen, CDU-Bundestagsabgeordneter aus Finsterwalde: "Ich gehe nicht davon aus, dass die neue Regierungskoalition, wie immer die aussehen wird, die Bereiche, in denen Berlin und Brandenburg bewährt zusammenarbeiten, canceln wird. Das halte ich für sehr unwahrscheinlich. Anja Hummel

Also regionale Auswirkungen direkt erwarte ich nicht. Brandenburg konzentriert sich auf die landespolitischen Themen und das sind andere als Berliner Themen."

Maria Michalk, CDU-Bundestagsabgeordnete aus dem Landkreis Bautzen: "Das Wahlergebnis hat direkte Auswirkungen auf Berlin. Je nachdem, welche Regierung jetzt gebildet wird, hat es Einfluss im Bundesrat. Bei Rot-Rot-Grün befürchte ich eine Blockadehaltung im Bundesrat. Wenn wichtige, vom Deutschen Bundestag beschlossene, Gesetze im Bundesrat gestoppt werden, hat das natürlich auch Auswirkungen auf die Lausitzer Region. Ich hoffe auf Vernunft."

Ulrich Freese, SPD-Bundestagsabgeordneter aus Spremberg: "Welche regionalen Auswirkungen die Wahlergebnisse haben, ist davon abhängig, was die möglichen Koalitionäre miteinander vereinbaren. Es kommt darauf an, was man in der Wirtschafts-, Industrie- oder Energiepolitik denkt. Dann muss genau und kritisch hingeschaut werden, um die Stimme zu erheben, sollten fehlleitende Entwicklungen ersichtlich werden. Das wäre zum Beispiel der Fall, wenn die Berliner glauben, uns vorschreiben zu müssen, wie viel Braunkohle abgebaut werden soll."

Benjamin Raschke, Landtagsabgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen aus Lübben: "Ich freue mich mit den Berliner Grünen über ihr gutes Wahlergebnis und wünsche ihnen Kraft und Gelingen für die Regierungsarbeit. Für die Lausitz ist das eine große Chance, denn Berlin hat in der Energiepolitik den Wechsel gewählt. Jetzt können Berlin und Brandenburg über die gemeinsame Landesplanung neue Tagebaue mit all ihren negativen Folgen für die Lausitz verhindern und für eine klare Spree ohne Verockerung und Sulfatbelastung kämpfen."

Matthias Loehr, Landtagsabgeordneter von Die Linke aus Cottbus: "Die Lausitz als Teil der Hauptstadtregion hat ein großes eigenes Interesse an einer abgestimmten Wirtschafts-, Infrastruktur- und Regionalpolitik - Stichwort gemeinsame Landesplanung Berlin-Brandenburg. Eine gute, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Berliner Landesregierung ist die Voraussetzung für die weitere Entwicklung auch in Südbrandenburg. Nur wenn wir Berlin-Brandenburg als einheitliche Region begreifen und gemeinsam an einem Strang ziehen, werden wir erfolgreich sein. Mit dem Ergebnis der Abgeordnetenhauswahl kann dies künftig besser gelingen."