Bisweilen traf er mehrere Male am Tag mit Obama zusammen, um ihn über wichtige Ereignisse auf dem Laufenden zu halten. Der Präsident würdigte Brennan bei der Vorstellung seines Wunschkandidaten als einen der "fähigsten" Terrorbekämpfer und Geheimdienstler der Nation und einen "unermüdlichen Arbeiter".

Dass Al-Qaida-Chef Osama bin Laden im Jahr 2011 ausgeschaltet wurde, ist der bisher größte Einzelerfolg in Brennans langjähriger Dienstzeit als CIA-Beamter und Terrorbekämpfer. Auch als Aufseher über die von Obama verfügten Drohneneinsätze gegen Terrorziele im Jemen, in Somalia und Pakistan hat er sich als entschlossener Terroristenjäger bewährt.

Entsprechend gilt der am 22. September 1955 in North Bergen (New Jersey) geborene Politikwissenschaftler als ebenso smart wie knallhart, bei Auftritten wirkt er oft bärbeißig.

Seine Karriere macht Brennan, der fließend Arabisch spricht, in den Augen vieler geradezu zum Idealkandidaten für die Nachfolge des zurückgetretenen David Petraeus. Sie umspannt rund 25 Jahre im Dienst der CIA mit Stationen in mehreren Nahost-Staaten.

Später war Brennan auch im CIA-Hauptquartier in Langley über weite Strecken auf die Informationsbeschaffung aus der Nahost-Region spezialisiert. Im Jahr 2004 wurde er geschäftsführender Direktor des neu geschaffenen Nationalen Antiterrorzentrums. Im Jahr 2005 wechselte er in die Privatwirtschaft, um dann von Obama ins Weiße Haus geholt zu werden.

Ursprünglich sollte Brennan schon damals CIA-Chef werden. Aber Vorwürfe von liberaler Seite, nach denen er in seiner CIA-Funktion Folter bei Verhören Terrorverdächtiger zumindest geduldet habe, zwangen ihn zum Verzicht auf eine Kandidatur.