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Das Note 7 drückt Samsung in die Krise

Seoul. Für Samsung könnte das problembehaftete Smartphone Galaxy Note 7 zu einem längeren Albtraum werden. Erst wurden die Geräte nach Akkubränden ausgetauscht, jetzt machen die Austauschgeräte Probleme. dpa/bl

Während der Erzrivale Apple sein iPhone-Design seit 2014 nahezu unverändert ließ, wollte Samsung sich mit dem neuen Top-Smartphone Galaxy Note 7 als Innovationsführer profilieren. Starke Kamera, Anmeldung per Augen-Scan, lange Akkulaufzeit - die Fachwelt war beeindruckt. Doch stattdessen stürzte das Vorzeigemodell den Smartphone-Marktführer aus Südkorea in eine Krise, die das über Jahre aufgebaute Vertrauen der Verbraucher schwer beschädigen könnte. Das Eingeständnis, rund 2,5 Millionen Geräte wegen feuergefährlicher Akkus austauschen zu müssen, war schon beispiellos in der Branche. Mit den jetzigen Berichten über brennende Austauschgeräte droht der Rückschlag zu einem schwer auszurechnenden Risiko für das Firmenimage zu werden. Jetzt wurde - was auch immer genau das bedeutet - "die Produktionsplanung angepasst", um "Qualität und Sicherheit" zu gewährleisten. Diverse Medien berichten unter Berufung auf informierte Personen direkt von einer Produktionspause.

Die Situationen der fünf bisher bekanntgewordenen Zwischenfälle mit angeblichen Austauschgeräten in den USA sind Horrorszenarien, wie sie im Buche stehen. Wegen eines gerade ausgeschalteten Telefons musste zum Glück noch am Gate ein Flugzeug evakuiert werden. Man stelle sich nur vor, das Gerät wäre eine Viertelstunde später in der Luft in Brand geraten.

Von Samsung heißt es zu den Zwischenfällen bisher nur, man nehme sie ernst und suche nach den Ursachen. Nach der Räumung des Flugzeugs hatte das Unternehmen auch erklärt, man werde genauere Angaben erst machen können, wenn das Gerät begutachtet worden sei. Doch die Verbraucher ließen in den US-Medienberichten durchblicken, dass sie die angesengten Telefone eher behalten und sich rechtlichen Beistand suchen.