Keine offizielle Verabschiedung, keine Würdigung und keine Geschenke: Sieben Jahre nach seinem umjubelten Einzug ins Rathaus vollzog sich der Abtritt der FDP-Politikers ohne Nebengeräusche. Das Ende der politischen Karriere eines Mannes, der sich 2001 mit der goldenen Amtskette um den Hals am Ziel seiner Wünsche sah, war nur noch eine Formsache.
Der 47-Jährige, der über seinen Ex-Vertrauten Rainer Sehm stürzte, ist seit Mai 2006 vom Dienst suspendiert. Seitdem kämpfte er vor Gericht um sein Amt, inzwischen nur noch um seinen Ruf. Die Revision gegen ein zweites Urteil des Dresdner Landgerichts beim Bundesgerichtshof (BGH) läuft. In dem Verfahren ging es um Roßbergs Beziehungen zu Sehm, dem er nach dem Hochwasser 2002 die Verteilung der Fluthilfe-Gelder anvertraut hatte. (dpa/mb)