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"Das Ausmaß des Skandals für die Eierwirtschaft ist noch nicht zu fassen"

Ulla Ehlenberger (l.), Ehlego-Chefin, ärgert sich über den von belgischen Betrieben ausgelösten Schaden für die Eierwirtschaft.
Ulla Ehlenberger (l.), Ehlego-Chefin, ärgert sich über den von belgischen Betrieben ausgelösten Schaden für die Eierwirtschaft. FOTO: Jan Augustin
Roggosen. Verärgert über den Skandal um mit Fipronil belastete Eier ist die Chefin des Landwirtschaftsbetriebes Ehlego in Roggosen im Spree-Neiße-Kreis. Der Eierproduzent hat in der Vergangenheit viel Geld in die Qualitätssicherung gesteckt und gilt als vorbildliches Unternehmen. jas

"Das Ausmaß des Skandals für die Eierwirtschaft ist noch nicht zu fassen", sagt Ulla Ehlenberger. Die Geschäftsführerin befürchtet wirtschaftliche Einbußen auch für Betriebe, die mit dem aktuellen Lebensmittelskandal gar nichts zu tun haben.

"Es werden leider alle in Mithaftung genommen", so die Ehlego-Chefin, die sich gut an die ersten Tage nach dem Skandal erinnert. "Um unsere Kunden zu beruhigen haben wir sofort unsere Eier ins Labor geschickt, um unseren Kunden Zertifikate zeigen zu können", erzählt sie.

Die Verunsicherung sei groß gewesen - aber offenbar auch das Vertrauen in Ehlego.

Inzwischen werben Lebensmittelmärkte in der Region bewusst mit den Eierpackungen mit dem Ehlego-Markenzeichen - da wisse der Kunde, wo die Ware herkommt, erklärt Ehlenberger, die selbst auch am liebsten regionale Lebensmittel für den heimischen Tisch einkauft.