Der Zeitplan ist eng. Vor der gemeinsamen Pressekonferenz der beiden Ministerpräsidenten zur Buga eilt Dietmar Woidke erst in die Brandenburghalle. Die setzt in diesem Jahr drei Themenschwerpunkte: Buga, Gesundheitstourismus und Radfahren.

Am Stand der bundesweiten Gartenschau wird er von Brandenburgs Oberbürgermeisterin und Buga-Zweckverbandsvorsteherin Dietlind Tiemann, Maskottchen Wilma Wels und Havelkönigin Lisa Marquardt, die "Havel-Taler" mit Schokoüberzug reicht, begrüßt. Nur kurze Gespräche, dann sitzt Dietmar Woidke schon wieder im Auto, um am anderen Ende des Messegeländes gemeinsam mit seinem sachsen-anhaltinischen Kollegen Reiner Haseloff in einer außerordentlich gut besuchten Pressekonferenz für die "einzigartige Bundesgartenschau", wie er sagt, zu werben.

"Die nach Cottbus und Potsdam nunmehr dritte Buga in Brandenburg hat das Potenzial, in diesem Jahr eines der touristischen Highlights in Deutschland zu werden. Mit ihren fünf Standorten in zwei Bundesländern - Brandenburg an der Havel, Premnitz, Rathenow, Stölln und Havelberg in Sachsen-Anhalt - ist sie ein absolutes Novum in der großen Tradition der deutschen Bundesgartenschauen", erklärt er und kommt ins Schwärmen: "Die Havel mit ihren weit verzweigten Nebenarmen ist eine der schönsten Flussregionen in Deutschland. Ob auf dem Rad, im Boot und Kanu oder per pedes: Die Besucher werden Orte der Ruhe, der Naturromantik und Freiheit entdecken." Rainer Haseloff drückt seine Freude darüber aus, dass sein Land auf Bitte Brandenburgs bei dieser Schau mitmachen dürfe. "Die Bundesgartenschau bietet der Havelregion großartige Möglichkeiten zur nachhaltigen Profilierung", sagt er und verweist auf die kulturhistorische Bedeutung der Havelregion für beide Bundesländer und die heutige Bundeshauptstadt Berlin.

Für Dietlind Tiemann ist das Zusammenspiel der fünf Standorte schon jetzt eine Erfolgsgeschichte. Alle Projekte der vom 18. April bis 11. Oktober währenden Schau, zu der 1,5 Millionen Besucher erwartet werden, würden nachgenutzt werden können. Bislang - Stand Mittwoch - seien knapp 13 000 Dauerkarten verkauft worden. Etwa 40 Millionen Euro sind in gärtnerische Projekte investiert worden, etwa 35 Millionen Euro für die Durchführung der Buga veranschlagt. 60 touristische Anbieter hätten sich um das Qualitätssiegel "Von der Buga empfohlen" beworben, 30 000 Betten stünden im Einzugsbereich einer Autostunde zur Verfügung. Für Dietmar Woidke hat die Buga "schon jetzt einen großen Schub für die Stadtentwicklung, die regionale Verkehrsinfrastruktur und die Entwicklung des ländlichen Raums gebracht. Jetzt ist es eine einmalige Chance für Tourismus, Wirtschaft und insbesondere für die Gartenbaubranche."

Haseloff zeigte sich überzeugt: "Die Region wird bundesweit bekannter werden und langfristig von der Buga profitieren."