Für den Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus, Wolfgang Krüger, stellen die IHK-Prüfungsausschüsse eine zentrale Säule der Lehrausbildung und Fachkräftesicherung in Südbrandenburg dar. Gegenwärtig werde in den Bereichen Industrie, Handel und Dienstleistungen in 140 IHK-Berufen geprüft. Von den Arbeitgebern werden die rund 700 Prüfer dafür pro Jahr rund 26 000 Stunden freigestellt.

Krüger verweist zugleich darauf, dass im Gegensatz zu Schulen und Hochschulen seit zehn Jahren IHK-Prüfungen überall in Deutschland im gleichen Moment abgenommen werden. "Eine logistische Meisterleistung", betont Krüger in einem Pressegespräch in Cottbus. Damit sei sichergestellt, dass die IHK-Abschlüsse überall in Deutschland den gleichen Wert haben und dass die Qualität auch international geschätzt wird.

Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und hoher Studienabbrecherquoten hat die IHK mit der BTU Cottbus-Senftenberg einen Rahmenvertrag geschlossen, um jene jungen Leute in die duale Berufsausbildung umzuleiten. Die Leiterin Aus- und Weiterbildung der IHK Anke Schuldt verweist zudem darauf, dass im Internet ein "Kummerkasten" zum Thema Ausbildung eingerichtet sei.

Zu neuen Berufen im Kammerbezirk gehören der Aufbereitungsmechaniker (Braunkohle) und der Modenäher.