Der Schaden ist auch drei Tage nach dem verheerenden Einbruch ins Cottbuser Tierheim nicht bis ins Detail klar. Die stellvertretende Vereinsvorsitzende Gudrun Schlüter ergänzt die Liste für die Versicherung immer wieder um neue Posten. Längst rechnet sie mit mehreren Tausend Euro Schaden.

Die Einbrecher kamen in der Nacht. Dabei gingen sie mit Gewalt zu Werke. Die Spuren sind überall auf dem Gelände am Cottbuser Großen Spreewehr zu finden. Die Täter wussten, was sie taten. "Sie sind ganz systematisch vorgegangen", sagt Gudrun Schlüter. "Sie brachen das schwere Eisentor auf, zerstörten dabei Gitter und Zaun. Danach sind sie in die Werkstatt eingedrungen, um sich das nötige Werkzeug für ihre weiteren Verrichtungen zu holen."

Die Täter durchwühlten und verwüsteten die Büros, rissen jeden Schrank, jedes Schubfach auf. Schließlich knackten sie den Panzerschrank. Darin fanden sie, was sie suchten: Bargeld, aber auch Geschenkgutscheine und Schecks. Außerdem packten sie wahllos Geräte ein: Kaffeemaschine, Drucker, Rasentrimmer, Werkzeugkasten. Nur der Abtransport war nicht nach dem Gusto der Einbrecher: Sie konnten den vereinseigenen Transporter, der auf dem Hof stand, nicht kurzschließen.

"Das ist schon der zweite Einbruch in diesem Jahr", sagt Gudrun Schlüter. Der Verein will nun eine Sicherheitsanlage einbauen. Das Tierheim sei ein offenes Haus und müsse es bleiben. "Aber das Vertrauen hat einen Knacks bekommen." Lokales Seite 13