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| 13:19 Uhr

Cottbuser OB Holger Kelch: „Jeden Tag mit der Kohle nutzen, um den Strukturwandel voranzubringen“

Holger Kelch
Holger Kelch FOTO: Patrick Pleul (dpa-Zentralbild)
Cottbus. Die neue Position der Leag kommt für den Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) nicht mehr überraschend. „Die Region ist bereits auf dem Weg, neue Lösungen und Jobaussichten und die dafür nötigen Strukturen zu schaffen. Mutiges Anpacken und keine Scheu vor Problemen, dass zeichnet die Lausitzer aus – man darf sie aber jetzt nicht zur ‚Reserve‘ erklären“, erklärt Kelch. Ch. Taubert

Die Entscheidungen der Leag würden klarmachen, "dass wir jeden Tag mit der Kohle nutzen müssen, um den Strukturwandel voranzubringen und die Leag dabei als Partner in die Pflicht zu nehmen".

"Das Augenmerk richtet sich vor allem auf den Bund, dessen Entscheidungen in der Energiepolitik erhebliche Folgen für die Lausitz hat", betont Kelch, der zurzeit auch Sprecher der Energieregion Lausitz ist. Es sei klar, dass die Region, die nach und nach ihr bisheriges wirtschaftliches Rückgrat verliere, eine konstante Förderung und Unterstützung benötige, die unabhängig von politischen Konstellationen und Koalitionen über viele Jahre stabil wirken müsse.

Für die Vorsitzende des Umweltausschusses in der Stadtverordnetenversammlung Welzow, Hannelore Wodtke (Grüne Zukunft Welzow) ist es "unverantwortlich, dass die jahrelange Zitterpartie weiter anhalten soll und die Menschen in Welzow zu einem Spielball von Interessen tschechischer Finanzspekulanten degradiert werden. Seit Jahren werden wir nur belogen, vertröstet und hingehalten." Die Landesregierung sei gefordert, den unsäglichen Umtrieben aus Prag ein Ende zu setzen.

Der Fraktionsvorsitzende von CDU/GZW-Fraktion, Günter Jurischka (CDU) erklärt: "Mit der Braunkohleverstromung lässt sich kein mehr Geld machen , aber aus Grundstücken schon. Allein durch die Ankündigung einer möglichen Abbaggerung sinkt unser Eigentum massiv im Wert und die Tschechen können quasi zum Nulltarif Filetstücke unsere Dorfes unter den Nagel zu reissen, während wir in Reservate umgesiedelt werden sollen." Juriscka: "Dafür geben wir unser Dorf nicht her. Eine Schande für die Politik, wie sie uns den Finanzspekulanten zum Fraß vorwirft."