. Der weltbekannte US-amerikanische Filmregisseur Stanley Kubrick ("Shining" und "Full Metal Jacket”) hat als Fotograf bei einer Schülerzeitung angefangen. Über Print kam er zum Film. Seine ersten Gehversuche waren dokumentarische Kurzfilme. Als Autodidakt drehte Kubrick später technisch perfekte Meisterwerke.

Auch das Film-Festival Cottbus ist wieder auf der Suche nach hoffnungsvollen Nachwuchstalenten. Gemeinsam mit dem Spremberger Jungregisseur Erik Schiesko veranstaltet das Festivalbüro einen Kurzfilmworkshop für 14- bis 25-Jährige Cineasten (siehe Infobox). Das Ergebnis dieser Talentsichtung soll bei der Filmschau zur Eröffnung des 22. Film-Festivals im Cottbuser Weltspiegel am 5. November gezeigt werden.

"Wir werden uns mit allem beschäftigen, was zum Kino gehört: Technik, Schnitt, Regie, Schauspiel", sagt Schiesko, der selbst über einen ähnlichen Workshop zum Film gekommen ist. Gedreht werden soll auch mit Schauspielern des Cottbuser Staatstheaters.

Der 26-Jährige Spremberger hat bereits mehrere Filme gedreht und Kurzfilmworkshops für Jugendliche organisiert. Sein Spielfilm "Die blaue Stunde" feierte vergangenes Jahr in Cottbus Weltpremiere. Die Produktion "Schmellwitz", bei der er für Regie und Produktion verantwortlich war, erhielt vergangenes Jahr den Sonderpreis der Cottbuser Film-Schau.

Das Thema des 22. Film-Festivals ist Religionen und Osteuropa. 15 Beiträge beschäftigen sich mit dem christlichen Glauben, dem Judentum und dem Islam östlich von Deutschland. Die Stilistik der Werke reicht von Dokumentar- bis Spielfilm. Die Beziehungen zwischen Staat und Kirche sollen ebenso thematisiert werden wie das Verhältnis zwischen den einzelnen Religionen.

Zum Thema:
Für den Kurzfilmworkshop für 14- bis 25-Jährige vom 8. bis zum 12. Oktober sind noch Plätze frei. Der Kurs findet im Artifex Cottbus in der Friedrich-Ebert-Straße 15 statt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Anmeldung ist bis zum 5. Oktober unter Telefon 0355/4310723 oder Email (s.trzewik@filmfestivalcottbus.de) möglich.