Cacau erzielte bei seinem Comeback nach fünf Wochen Verletzungspause mit einem platzierten Kopfball die wichtige Führung (53. Minute). Sein Landsmann Ewerthon sorgte kurz nach seiner Einwechslung für die Vorentscheidung (78.). Der nach seiner fiebrigen Erkältung eine Stunde lang geschonte Torjäger Mario Gomez machte mit dem dritten Treffer (82.) alles klar.

Damit herrscht beim deutschen Meister vier Tage vor der Partie in Glasgow erst einmal Ruhe. Die Schwaben fanden bei der Neuauflage des zurückliegenden Saisonfinales vor 41 000 Zuschauern am Samstag im Daimler-Stadion lange kein geeignetes Mittel gegen den klug und geschickt verteidigenden Tabellen-Vorletzten.

Beim VfB fiel kurzfristig Nationalspieler Thomas Hitzlsperger aus. Der Mittelfeldmann hatte sich nach dem Länderspiel gegen Rumänien eine Entzündung am großen Zeh zugezogen. Neuzugang Yildiray Bastürk reichte es wegen einer Wadenverletzung nicht zum Bundesliga-Debüt für die Schwaben.

Die Stuttgarter taten sich gegen die gut gestaffelten Gäste sehr schwer und erleichterten den Cottbuser Defensivkünstlern durch viele leichtsinnige Abspielfehler die Arbeit. Zudem verhinderte Tomislav Piplica mehrmals einen Rückstand. Seine größte Tat vollbrachte der oft gescholtene Torhüter in der 32. Minute, als er einen gefährlichen Schuss aus der Drehung von Cacau reaktionsschnell zur Ecke abwehrte. Zuvor hatte Piplica gegen Roberto Hilbert (16.) und Cacau (21.) gut geklärt. Francis Kioyo scheiterte bei der einzigen Gäste-Chance allerdings aus stark abseitsverdächtiger Position an VfB-Schlussmann Raphael Schäfer (28.).