Der 46-Jährige gilt als echter „Pufferküsser“ , dem die Neigung zur Eisenbahn in die Wiege gelegt wurde: Sein Vater arbeitete in Magdeburg als Lokführer. Der Sohn studierte an der Verkehrshochschule Dresden Verkehrskybernetik.
Danach arbeitete Hommel in Cottbus als Fahrdienst- und stellvertretender Betriebsstättenleiter. Nach der Wende gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der GDBA Ost, deren Vorsitz er übernahm. Bei der Fusion mit dem westdeutschen Gewerkschaftsteil wurde Hommel stellvertretender Bundeschef und war zuständig für Tarifpolitik. Jetzt löste er den langjährigen Vorsitzenden Robert Dera ab, der aus Altersgründen das Amt abgab.
Die GDBA ist die zweitgrößte Eisenbahnergewerkschaft Deutschlands und im Beamtenbund organisiert. Sie hat 70 000 Mitglieder, von denen die Hälfte Beamte sind. Gemeinsam mit dem Gewerkschaftsvorsitzenden von Transnet, Norbert Hansen, führt Hommel die laufenden Tarifverhandlungen für die 160 000 Arbeiter und Angestellten bei der Bahn. Der neue GDBA-Chef ist verheiratet und hat zwei Kinder. (dpa/hüc)