Nach Informationen der RUNDSCHAU könnte der Neustart am Cottbuser CTK teuer werden. Wie der Aufsichtsratsvorsitzende und Cottbuser Finanzbürgermeister Holger Kelch (CDU) bestätigte, hat die am vergangenen Freitag geschasste Klinik-Geschäftsführerin Heidrun Grünewald einen Vertrag bis 2016. "Wir führen derzeit Gespräche mit der anwaltlichen Vertretung von Frau Grünewald", sagte Kelch weiter.

Grünewald war vergangene Woche nach einer Marathon-Sitzung des CTK-Aufsichtsrates einstimmig aus dem Amt gekippt worden. Dem waren monatelange Proteste und mehrere Krisensitzungen vorausgegangen. Auf dem Streit-Höhepunkt hatten sich mehrere Ärzte in offenen Briefen an die Öffentlichkeit gewandt. Darin kritisierten sie die CTK-Chefin für ihren autoritären Führungsstil scharf. Schließlich hatte der Cottbuser Oberbürgermeister Frank Szymanski (SPD) die Lösung des Konflikts zur Chefsache erklärt.

Über mögliche Abfindungen oder ausstehende Gehaltszahlungen wollte sich gegenüber der RUNDSCHAU aus dem Aufsichtsrat niemand äußern. Insider gehen aber davon aus, dass das Jahresgehalt von Grünewald zwischen 150 000 und 200 000 Euro liegt. Konservativ geschätzt würden einem so entlohnten Klinik-Chef bei dieser vertraglichen Restlaufzeit also ungefähr 500 000 Euro zustehen. "Diese Trennung kostet etwas", sagte ein Aufsichtsratsmitglied, das aber nicht namentlich genannt werden möchte, der RUNDSCHAU auf Nachfrage.

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