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| 18:34 Uhr

Cottbus-Lübbenau ab 2023 zweigleisig

Weil Kiss-Triebwagen der Odeg viel zu spät aufs Gleis kamen, findet der Probebetrieb nun im laufenden Verkehr statt.
Weil Kiss-Triebwagen der Odeg viel zu spät aufs Gleis kamen, findet der Probebetrieb nun im laufenden Verkehr statt. FOTO: M. Helbig/mih1
Lübbenau. Ab Ende 2023 sollen Züge zwischen Cottbus und Lübbenau zweigleisig fahren. Die Planung finanziert das Land mit 2,4 Millionen Euro vor. Die Vereinbarung mit der Deutschen Bahn (DB) wurde am Montag unterschrieben. Daniel Preikschat

Joachim Trettin, Konzernbevollmächtigter bei der DB.AG, lobte im Lübbenauer Rathaus Mitunterzeichnerin Kathrin Schneider (SPD), ihres Zeichens Brandenburgs Infrastruktur-Ministerin. Mit der Finanzierungsvereinbarung sei der Anfang gemacht, die Strecke Cottbus-Lübbenau zweigleisig auszubauen. Ende 2017 könnte die Planung abgeschlossen sein, Anfang 2022 der Ausbau beginnen. Fertigstellung wäre 2023 (die RUNDSCHAU berichtete).

Ob der Bund das Projekt auch so zeitig umsetzt und dem Land die Planungskosten erstattet, steht indes noch nicht fest. Hinweise darauf werde der Bundesverkehrswegeplan geben, der am 16..März veröffentlicht wird, so Trettin. In jedem Fall verschaffe sich das Land Brandenburg mit der fertigen Planung einen Vorteil, sobald Bundesmittel zur Verfügung stehen. Dies habe sich 2009 gezeigt, als mit 140.Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket bereits die Strecke Lübbenau-Königs Wusterhausen zweigleisig ausgebaut werden konnte.

Die Zweigleisigkeit zwischen Cottbus und Lübbenau, so Kathrin Schneider, werde für mehr Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit der Züge sorgen sowie den grenzübergreifenden Verkehr nach Polen befördern. Zudem könne neben dem Regionalexpress (RE) auf der Strecke auch eine Regionalbahn (RB) verkehren. Die weitgehend abgekoppelten Bahnhalte in Raddusch, Kunersdorf und Kolkwitz sollen reaktiviert werden. Hier seien jeweils zwei neue Gleise geplant.

Die Lausitzer Kreisverbände der Grünen sprechen von einem "längst überfälligen Schritt".