Der Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst erreicht heute Südbrandenburg. Beschäftigte in allen Landkreisen sowie in den Stadtverwaltungen sind zum Warnstreik aufgerufen, teilt die Gewerkschaft Verdi mit. Auch Mitarbeiter der Sparkassen, der Deutschen Rentenversicherung und der Cottbuser Minijobzentrale sollen sich an dem Warnstreik beteiligen.

Schwerpunkt des Warnstreiks ist eine Kundgebung ab 10 Uhr an der Stadthalle Cottbus sowie im Anschluss ein Demonstrationszug der Beschäftigten durch die Stadt. "Delegationen aus allen Landkreisen werden dabei sein", kündigt Gewerkschaftssekretär Dirk Höntsch vom Verdi-Bezirk Cottbus an. Deshalb müsse mit Einschränkungen der Bürgerdienstleistungen gerechnet werden. So könne es beispielsweise auf Sparkassen zu längeren Wartezeiten kommen. Über Schließungen einzelner Einrichtungen ist die Gewerkschaft nicht informiert worden.

In dieser Tarifrunde fordert die Gewerkschaft unter anderem ein Lohnplus um sechs Prozent, die Sicherung der Altersversorgung und künftig weniger befristete Vertragsabschlüsse.

"Wenn es darum geht, flexibel den besonderen Anforderungen an den öffentlichen Dienst gerecht zu werden, wie kürzlich im Bereich Asyl, kommen die Beschäftigten diesem nach", sagt Höntsch. Gehe es aber darum, die Leistungen der Beschäftigten zu honorieren, werde auf deren Kosten taktiert. Genug Gründe für die Gewerkschaft, den Unmut auf die Straße zu bringen. Erwartet werden laut Dirk Höntsch mehrere Hundert Teilnehmer.