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Cottbus bei Fahrradstadt-Ranking leicht verbessert

in Mann fährt am 18.02.2015 in Mörfelden-Walldorf (Hessen) mit seinem Fahrrad auf einem mit einem Verkehrsschild gekennzeichneten Radweg.
in Mann fährt am 18.02.2015 in Mörfelden-Walldorf (Hessen) mit seinem Fahrrad auf einem mit einem Verkehrsschild gekennzeichneten Radweg. FOTO: Arne Dedert (dpa)
Cottbus. In puncto Fahrradfreundlichkeit macht Cottbus die hohe Diebstahl-Quote zu schaffen. Im neuen Städte-Ranking des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) liegt Cottbus daher weiterhin nur im soliden Mittelfeld. Ähnlich schneidet Hoyerswerda ab. Görlitz und Bautzen liegen etwas schlechter. Daniel Preikschat

Fahrradfahrer erreichen schnell das Stadtzentrum, kommen dabei zügig voran und treffen viele andere Radler. Das waren schon im ADFC-Fahrradklimatest 2014 die Pluspunkte von Cottbus. Nach wie vor jedoch werden in der Stadt vergleichsweise sehr viele Räder gestohlen. Daher kommt Cottbus auch im Test 2016, dessen Auswertung Freitag veröffentlicht wurde, nicht über einen Platz im Mittelfeld hinaus. Unter 98 getesteten Städten mit 50.000 bis 100.000 Einwohner bundesweit belegt Cottbus Rang 22 und bekommt die Note 3,5. Im Test 2014 war Cottbus unter 100 Teilnehmer-Städten noch 30. mit der Note 3,6. Hinter Cottbus ordnet sich 2016 Görlitz auf Platz 45. ein. Die Neißestadt punktet unter anderem mit Einbahnstraßen, die Radfahrer in Gegenrichtung befahren können.

Vom ADFC ähnlich eingeschätzt wie Cottbus wird Hoyerswerda. Die Zusestadt landet unter 364 teilnehmenden Städten mit weniger als 50.000 Einwohnern auf Platz 154 und bekommt die Note 3,6. Wie in Cottbus wissen Radfahrer in der Zusestadt die gute Erreichbarkeit des Stadtzentrums zu schätzen. Unangenehm aufgefallen sind den 78 Testfahrern des ADFC hier jedoch der Winterdienst auf Radwegen und die nicht allzu gute Fahrbahnoberfläche. Außerdem vermissen sie Werbung für städtische Radrouten. Vor- und Nachteile, die auch in Bautzen festgestellt wurden. Die Stadt kommt mit Note 3,8 sogar nur auf Platz 211.

In Brandenburg freut sich der ADFC über insgesamt 3200 Teilnehmer in 27 Städten. Am Test 2014 hatten sich nur 19 Kommunen beteiligt und zwölf Prozent weniger Testfahrer. Diese Steigerungen wiesen auf die ständig wachsende Bedeutung des Radverkehrs für Brandenburg hin, so die ADFC-Landesgeschäftsführerin Lea Hartung. Das Rad werde als Verkehrsmittel immer beliebter. Damit steige aber auch die Erwartungshaltung der Radler. Vielerorts sei die Fahrrad-Infrastruktur noch "unterdimensioniert". Kernbotschaft des Tests sei, dass sich Radverkehrsförderung auszahle, die Bedingungen aber noch weiter verbessert werden müssen.