Mit einem Gutachten soll etwa untersucht werden, ob die aus der Staatskasse bezahlte 36 000 Euro teure achttägige Schulung mit dem sparsamen Einsatz von Haushaltsmitteln zu vereinbaren ist. Geprüft werden soll auch, ob der Regierungssprecher – wie vom Steuerzahlerbund verlangt – die Kosten ganz oder teilweise selbst erstatten müsse. Zudem will die Fraktion mit dem Antrag erreichen, dass im Landtag öffentlichkeitswirksam alle mit der Schulung zusammenhängenden Fragen debattiert werden. Sie legte dazu eine Liste von Fragen vor, die zuvor teilweise schon in Kleinen Anfragen auch aus anderen Fraktionen thematisiert worden waren.

Gefragt wird unter anderem nach dem Zustandekommen der Berufung der Sprechers, aber auch danach, wann der 64-jährige Cohausz voraussichtlich in den Ruhestand verabschiedet werden soll. Die umstrittene Medienschulung werfe unter anderem grundsätzliche Fragen zur Personalpolitik in der Staatskanzlei auf, wenn es um Spitzenämter gehe, heißt es in der Begründung des Antrags. Die Staatskanzlei war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

I m Schwarzbuch zur „öffentlichen Verschwendung“ finden sich weitere Fälle aus Sachsen. Dabei handelt es sich um Verkehrsprojekte in Waldenburg, Markersbach, Niederwartha und den Flughafen Hof-Plauen. Kritisiert wird auch der geplante Umzug der Sächsischen Aufbaubank von Dresden nach Leipzig .