Der 30-jährige Clemens Rostock ist neuer Parteichef der Brandenburger Grünen. Er wurde am Samstag in Neuruppin mit knapp 80 Prozent der abgegebenen Stimmen gewählt und bildet nun mit der bisherigen Vorsitzenden Petra Budke eine Doppelspitze, wie ein Parteisprecher mitteilte. Rostock war ohne Gegenkandidat angetreten. Er tritt die Nachfolge von Benjamin Raschke an. Der 31-Jährige war in den Landtag eingezogen und musste wegen der bei den Brandenburger Grünen vorgeschriebenen Trennung von Amt und Mandat den Vorsitz abgeben.

Rostock arbeitet beim Verkehrsclub Deutschland im Projekt Mobilität von Senioren und will als einen Schwerpunkt den

n. Daneben liegt ihm besonders die Basis der Grünen in den Städten und Gemeinden am Herzen.

Die Braunkohle in der Lausitz gehört weiter zu den Hauptthemen. Die Grünen fordern vom Energiekonzern Vattenfall eine Beteiligung am sozialverträglichen Ausstieg aus dem Braunkohlen-Tagebau und den Umstieg auf Erneuerbare Energien. Ein entsprechender Leitantrag des Vorstandes wurde einstimmig beschlossen. Vattenfall plant den Verkauf der Braunkohlesparte.

In der Flüchtlingspolitik will die Partei Gemeinschaftsunterkünfte vermeiden. Asylsuchende sollten in Wohnungen untergebracht und übergangsweise benötigte Einrichtungen müssten auf höchstens 80 Bewohner begrenzt werden, beschlossen die knapp 90 Delegierten. Zudem sollten die Mindeststandards in den Heimen, die soziale Betreuung der Menschen und das Sicherheitspersonal regelmäßig überprüft werden. Für die Kinder sollten Kita- und Schulplätze zur Verfügung gestellt werden.

In Brandenburg wird bis Ende des Jahres mit bis zu 6500 neuen
Asylsuchenden gerechnet. Nach dem Willen des Innenministeriums soll die ehemalige Lausitz-Kaserne in Doberlug-Kirchhain (Elbe-Elster) ab Sommer 2015 als Flüchtlingswohnheim genutzt werden. Sie soll knapp 800 Menschen Platz bieten.

Die Grünen hatten bei der Landtagswahl im September 6,2 Prozent der Stimmen erhalten. Sie haben damit sechs Sitze im Potsdamer Landtag. Während des Wahlkampfs wurde die Marke von 1000 Mitgliedern überschritten.