"Niemand hat uns gesagt, was wir sagen sollen oder wie wir es sagen sollen", betonte Tenet gestern in einer Rede an der Georgetown-Universität in Washington.
US-Präsident George W. Bush hatte zu Wochenbeginn nach langem Zögern in die Gründung einer unabhängigen Kommission eingewilligt, die die Geheimdienstarbeit im Vorfeld des Krieges unter die Lupe nehmen soll. Anlass waren Erklärungen des früheren US-Chefwaffeninspektors David Kay, der bei monatelangen Nachforschungen im Irak keine Hinweise auf die Existenz von Massenvernichtungswaffen gefunden hatte. Der Besitz dieser Waffen war vor einem Jahr von Bush unter Berufung auf Geheimdienstinformationen als Hauptgrund für die Militäraktion angeführt worden.
"Im Geheimdienstgeschäft liegt man praktisch nie ganz falsch oder ganz richtig", so Tenet gestern dazu. Die Suche nach Massenvernichtungswaffen im Irak, kündigte der CIA-Chef gestern an, wird weiterlaufen. (AFP/dpa/uk)