Erst 1995 trat er der SPD bei. Hier wichtige Etappen seiner Politiker-Karriere:

Oktober 1990: Platzeck zieht als Abgeordneter für die Fraktion Bündnis 90 ins Brandenburger Landesparlament ein. Er wird Landesminister für Umwelt, Naturschutz und Raumordnung, 1994 wird er in dem Amt bestätigt.

Juli 1997: Bei der Überschwemmungskatastrophe an der Oder bewährt sich Platzeck als pragmatischer und unermüdlicher Krisenmanager. Von einer Boulevardzeitung wird er deshalb zum "Deichgrafen" gekürt.

September 1998: Platzeck gibt seinen Ministerposten auf und wird Oberbürgermeister von Potsdam.

Dezember 1999: Er wird in den SPD-Bundesvorstand gewählt und gilt als Hoffnungsträger der SPD im Osten.

Juli 2000: Platzeck übernimmt den brandenburgischen SPD-Landesvorsitz und wird aussichtsreichster Kandidat für die Nachfolge von Manfred Stolpe (SPD) als Ministerpräsident.

Juni 2002: Der Landtag wählt Platzeck zum Ministerpräsidenten. Sein Amt als Oberbürgermeister der Landeshauptstadt gibt er auf.

November 2005: Die SPD wählt ihn als Nachfolger von Franz Müntefering zu ihrem Bundesvorsitzenden. Sein Amt als Ministerpräsident behält er.

April 2006: Nach zwei Hörstürzen gibt er nach nur 146 Tagen überraschend seinen Rücktritt als SPD-Chef bekannt.

November 2009: Platzeck wird Regierungschef der ersten rot-roten Koalition in Brandenburg. Zuvor hatte er mit der CDU regiert.

Januar 2013: Der Landtag spricht ihm trotz des Berliner Flughafen-Desasters das Vertrauen aus. Im Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft wird Platzeck Vorsitzender anstelle von Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD), der von ihm den Stellvertreterposten übernimmt.