Folglich geht Christoffers von einer „stabilen Entwicklung“ der Wirtschaft des Bundeslandes aus.

Die großen Herausforderungen für Brandenburg würden vor allem in den Folgejahren sichtbar. Noch sei nicht klar erkennbar, bis zu welchem Umfang die öffentliche Förderung von Investitionen zurückgefahren werden müsse und wie sich dies dann auf das Wirtschaftsleben im Land auswirken werde, sagt Christoffers.

Der Wirtschaftsminister übernimmt in der zweiten Jahreshälfte den Vorsitz der Konferenz der Europaminister der Bundesländer und hofft, auch deswegen gehörigen Einfluss auf Entscheidungen zu gewinnen, die maßgeblich sind für die weitere Struktur der Fonds, mit denen die EU die regionale Wirtschaftsentwicklung beeinflusst. Brandenburg, derzeit bei dieser Förderung zweigeteilt und im Norden des Landes noch eine Region mit der höchstmöglichen Zuschussquote, muss ab 2014 mit einem deutlichen Rückgang des Geldflusses aus Brüsseler Kassen rechnen.

Wichtig sei es ihm dabei, so betont der Wirtschaftsminister, dass eine Regelung gefunden werde, bei der der Anteil an Eigenmitteln, den das Land und seine Kommunen bei den geförderten Projekten zu erbringen habe, so gering wie möglich bleibe. Denn nur dann könne die EU-Förderung auch in vollem Umfang genutzt werden.

In seinem Jahresausblick wiederholte Wirtschaftsminister Christoffers noch einmal alle die Ankündigungen zu der von ihm betriebenen Umstellung der Wirtschaftsförderung des Landes. Diese soll sich auf einige ausgesuchte Schwerpunkte, Cluster beschränken. Die frühere Unterstützung von zahlreichen Branchen wird aufgegeben.