Hu sei in seine Gefängniszelle zurückgekehrt. Laut Zeng war Hu Ende März wegen des Verdachts auf Leberkrebs ins Krankenhaus gebracht worden. Ein schriftlicher Krankenbericht sei ihr trotz Anfrage nicht übergeben worden. Hu Jia leidet ohnehin unter chronischer Hepatitis B, Leberzirrhose und anderen gesundheitlichen Problemen. "Sein Gesundheitszustand hat sich in jüngster Zeit verschlechtert", sagte seine Frau. "Er braucht dringend gute Behandlung." Der Aktivist, der sich für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in China eingesetzt hatte, war 2008 wegen "Anstiftung zur Untergrabung der Staatsgewalt" zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Seine Familie befürchtet, dass die schlechte Ernährung und die Bedingungen im Gefängnis seinen angeschlagenen Gesundheitszustand noch verschlechtern. Bereits im Juni 2008 hatten die Behörden einen Antrag auf Entlassung aus gesundheitlichen Gründen abgelehnt. "Die chinesische Regierung hätte Hu Jia gar nicht erst inhaftieren dürfen", sagte Asien-Direktorin Sophie Richardson von Human Rights Watch. "Jetzt bestraft sie ihn grausamerweise, in dem ihm Bewährung aus medizinischen Gründen verweigert wird." AFP/dpa/ab