Anhaltend schlechtes Wetter im Karakorum-Gebirge hätten den 46-Jährigen und seinen Partner Michael Köhler aus Düsseldorf zur Aufgabe gezwungen. Es sei eine Entscheidung der Vernunft gewesen, sagte Stingl dem Blatt. Stingl und sein Partner wollen am 21. August zurück nach Deutschland fliegen.
Die Seilschaft war Ende Juni nach Pakistan aufgebrochen. Doch anhaltende Schneefälle, Lawinenabgänge und überhängende Eisbalkone machten den Traum des Duos zunichte, den Schicksalsberg des legendären österreichischen Bergsteigers Hermann Buhl zu bezwingen. Vor 51 Jahren war der Erstbezwinger des Nanga Parbat (8125 Meter) nach einem Wetterumsturz beim Anstieg zum Chogolisa in eine Felsspalte gestürzt und gestorben.
Mehr als einen Monat lang harrten die Bergsteiger im knapp 5200 Meter hoch gelegenen Basislager aus. Es gelang ihnen auch ein zweites Camp in gut 6000 Meter Höhe zu errichten. Das schlechte Wetter habe aber alles übertroffen, was er bisher erlebt habe, sagte Stingl, der 2001 nach eigenen Angaben als erster Ostdeutscher den Mount Everest (8848 Meter) bezwang. (dpa/mb)