Das Bundesverwaltungsgericht hatte am Donnerstagabend entschieden, dass die Erben eines Nazi-Funktionärs keinen Anspruch auf die Rückgabe von Kunstgegenständen haben, die nach dem Krieg in den Besitz der Chemnitzer Kunstsammlungen gingen. „Wir sind erleichtert, dass die Kunstwerke so der Öffentlichkeit erhalten bleiben“ , sagte Bochmann.
Die Bundesrichter hatten die mehrjährige Tätigkeit des Funktionärs als Gauredner der NSDAP als Vorschubleisten zugunsten des nationalsozialistischen Systems gewertet. Deshalb sei eine Ausgleichsleistung ausgeschlossen. Die Erben des Chemnitzer Frauenarztes hatten kurz nach der Wende die Rückgabe der enteigneten Kunstgegenstände gefordert und waren bereits vor dem Verwaltungsgericht Chemnitz gescheitert. (dpa/cd)