Bei der Explosion eines mit Chemikalien beladenen Güterzuges sind in Iran am Mittwoch mindestens 200 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 300 Menschen wurden nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Irna in der nordöstlichen Provinz Khorassan verletzt. Der Güterzug, der Schwefel, Benzin und Düngemittel transportierte, war nahe der Stadt Neischabur entgleist und explodiert. Über den Unfallort standen schwarze Rauchwolken. Zertrümmerte Waggons lagen nach Fernsehbildern auf und neben den Gleisen.

Nach einem Bericht des britischen Rundfunksenders BBC ereignete sich eine Explosion, als Feuerwehrmänner brennende Waggons löschen wollten. Fünf Dörfer wurden durch die Detonation schwer beschädigt, sagte ein Helfer dem Sender. Die Schäden seien weit größer als zunächst angenommen. Der Zug soll insgesamt 50 Waggons lang gewesen sein, die meisten Wagen waren mit Chemikalien beladen.

Das Feuerinferno ist möglicherweise durch ein Erdbeben ausgelöst worden. Der abgestellte Güterzug sei durch Erdstöße in Bewegung gesetzt worden, hieß es unter Berufung auf offizielle Stellen vor Ort. In einem Bahnhof seien dann mehrere dieser Waggons entgleist. Der Zug sollte Schwefel, Benzin und Düngemittel transportieren. Bei dem Unglück waren mindestens 200 Menschen ums Leben gekommen.