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| 17:48 Uhr

Chef der Görlitzer Landskron-Brauerei mit 57 gestorben

Manfred ten Bosch
Manfred ten Bosch FOTO: Landskron
Görlitz. Manfred ten Bosch, der Geschäftsführer der Görlitzer Landskron-Brauerei, ist tot. Wie die Lausitzer Brau-Manufaktur am Montag informierte, starb ten Bosch bereits am vergangenen Donnerstag im Alter von 57 Jahren. Andreas Blaser

Plötzlich und völlig unerwartet ist in der vergangenen Woche der Geschäftsführer der Görlitzer Landskron-Brauerei, Manfred ten Bosch, verstorben. Gesellschafter und Mitarbeiter sind erschüttert und fassungslos.

Manfred ten Bosch trat am 1. März 2015 in die Landskron-Brauerei als Geschäftsführer ein und übernahm eine herausfordernde Tätigkeit. "Gemeinsam mit den Mitarbeitern und den Gesellschaftern ist ihm eine erfolgreiche Neuausrichtung des Unternehmens gelungen", sagt Markus Schoebel, Generalbevollmächtigter für die Gesellschafter. Dabei half ihm sein Sachverstand, sein Elan und die menschliche Art, welche ihn prägte. "Neben seiner natürlichen Autorität verfügte er über Empathie für seine Mitmenschen und glänzte mit seinem intelligenten Humor, den wir jetzt alle vermissen werden", so Schoebel. Die Landskron Brau-Manufaktur und alle Mitarbeiter würden durch seinen Tod einen großen Verlust erfahren. "Er hat tiefe Spuren in unserem Gedächtnis hinterlassen und wird ein Maßstab sein für die, die nach ihm kommen", sagt Markus Schoebel.

Manfred ten Bosch hatte am 1. März 2015 als neuer Geschäftsführer die Bereiche Vertrieb/Marketing/Verwaltung der Landskron Brau-Manufaktur übernommen. Er leitete das mittelständische Unternehmen mit knapp 100 Beschäftigten mit Braumeister Matthias Grall, der die Geschäfte des Bereiches Produktion/ Technik/ Logistik seit 2007 führt.

Manfred ten Bosch hinterlässt seine Ehefrau sowie seine erwachsenen Kinder aus erster Ehe, Natalie und John. Er begann seine berufliche Laufbahn als Berufssoldat und absolvierte bei der Bundeswehr ein Studium zum Diplom-Pädagogen. 1992 wechselte er zur Holsten Brauerei, Hamburg, wo er in seiner 20-jährigen Karriere die Bundesrepublik "einmal in der Ost-West-Ausdehnung durchmessen hat", wie er selbst sagte. So war Manfred ten Bosch als Verkaufsleiter Berlin-Brandenburg und als Verkaufsdirektor Schleswig-Holstein in der Gastronomie erfolgreich. 2007 übernahm er die Vorstandstätigkeit Marketing/ Vertrieb in der Feldschlösschen Brauerei, Dresden, bis diese 2011 an private Investoren verkauft wurde. Er engagierte sich in ehrenamtlichen Tätigkeiten, wie dem Förderverein der Dresdner Staatsoperette sowie als ehrenamtlicher Richter.

Als neuer Geschäftsführer der Landskron Brau-Manufaktur fühlte sich Manfred ten Bosch ganz in seinem Element, wie aus dem Nachruf hervorgeht. Er seileidenschaftlicher Vertriebsprofi und humorvoller Teamplayer gewesen. "Als Biergenießer kann ich mir keine schönere Aufgabe vorstellen, als den Menschen die Görlitzer Braukunst nahe zu bringen.", sagte Manfred ten Bosch bei seiner Amtsübernahme.

Durch seinen unermüdlichen Einsatz bei der Entwicklung und Umsetzung der neuen Vertriebs- und Marketingstrategie hat er den Erfolg der Brauerei maßgeblich mitgestaltet. So konnte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2016 gegen den Trend im Biermarkt wachsen und 4 Prozent mehr Bier als im Vorjahr verkaufen sowie den Umsatz um 6 Prozent steigern. Er hat stets ein offenes Ohr und eine offene Bürotür für die Mitarbeiter gehabt und sei sich seiner Verantwortung für das Unternehmen, die Menschen und die Region immer bewusst gewesen, so Matthias Grall, Geschäftsführer und Braumeister sowie Thomas Strehle, Betriebsratsvorsitzender für das gesamte Landskron Team.