Die Polizei sperrte die Grenzen und ließ nur einen Teil der Flüchtlinge in Richtung Österreich und Deutschland durch.

Die slowenische Innenministerin Vesna Györkös Znidar kritisierte das Nachbarland Kroatien, deutlich mehr Flüchtlinge an die gemeinsame Grenze zu transportieren, als das Land verkraften könne. Ljubljana könne nicht mehr als 2500 Flüchtlinge am Tag nach Österreich durchschleusen. Kroatien brachte trotz aller Proteste des Nachbarn Tausende weitere Menschen an die Grenze zu Slowenien, wo sie von der Polizei an der Weiterreise gehindert wurden. Der kroatische Innenminister Ranko Ostojic sah hingegen Griechenland als den "Hauptschuldigen" an der Misere.

In Kroatien hat die Flüchtlingskrise zu einem schweren Zerwürfnis der sozialdemokratischen Regierung von Zoran Milanovic mit der konservativen Staatspräsidentin Kolinda Grabar-Kitarovic geführt. "Wir haben alles vollständig unter Kontrolle", beruhigte Milanovic am Montag im Parlament. Demgegenüber verlangte ein Berater des Staatsoberhauptes, die grüne Grenze müsse geschlossen und das Militär zur Überwachung eingesetzt werden.