Der CDU-Bundestagsabgeordnete aus dem Süden Brandenburgs musste seinen Platz als einer der vier Stellvertreter von Landeschef Jörg Schönbohm für den christdemokratischen Senkrechtstarter im Lande, Justizministerin Barbara Richstein, räumen. Stübgen hat auf dem Parteitag in Brandenburg/Havel gekämpft - bei Licht besehen war er jedoch chancenlos.
Denn für die Parteistrategen um Jörg Schönbohm war klar, dass die Abwahl Stübgens fast einem Null-Summen-Spiel gleicht. Die Südregion würde zwar einen Vize-Titel verlieren. Doch am Einfluss der Region im siebenköpfigen geschäftsführenden Landesvorstand würde sich nichts ändern. Denn Stübgen bleibt als CDU-Landesgruppen-Chef im Bundestag weiterhin stimmberechtigtes Mitglied in der Landesparteispitze. Niemand kann Schönbohm also vorwerfen, ein Programm mit der Zielrichtung zur besonderen Förderung der Randregionen vorzulegen, und gleichzeitig den heißen Draht in den Süden zu kappen.
Neben Stübgen sitzt immerhin noch Landtags-Vizepräsident Martin Habermann aus Lübbenau im engen Führungsgremium. Zu den 18 Beisitzern gehören mit Carola Hartfelder (Dahme-Spreewald), Roswitha Schier (Oberspreewald-Lausitz), Martin Schierack (Cottbus) und Klaus-Peter Schulze (Spree-Neiße) weitere vier Südbrandenburger. Ein Sextett also, dass in der Landes-CDU für die Region kämpfen kann. Damit ist die Südregion nun eher über- als unterrepräsentiert. Jetzt kommt es allein darauf an, etwas daraus zu machen.