Wir leben in einer neuen Wendezeit, die durch den technologischen Fortschritt, insbesondere in der Informations- und Kommunikationstechnik, der demographischen Struktur, den neuen Werthaltungen durch individuelle Selbstverwaltung und Selbstverwirklichung gekennzeichnet ist. Diese Veränderungen stellen für jede Verwaltung, für jede Stadt eine neue Herausforderung dar. Chancen und Risiken bestimmen den Erkenntnisprozess auch in diesem Projekt. Der Unterschied zwischen Chancen und Risiken liegt ausschließlich in der Betrachtungsweise ein- und desselben Tatbestandes. Die positive Betrachtungsweise bedeutet eine Chance für die Stadt, eine negative Betrachtungsweise bedeutet Risiko für die Stadt. Das Entscheidungshandeln in der Verwaltung, dies als Chance zu verstehen, war geprägt von ökonomischer, technischer und sozialer Orientierung. In der Betrachtung des Projektes wurden ebenso die Gestaltungsmaxime Marketing für die Stadt Guben, die Logistik und der innovative Bezug des Projektes betrachtet. Ausgehend von diesen Betrachtungen gab es ein klares Ja zu dem Projekt. Zudem war ein deutliches positives Votum der Gubener Bürger zu erkennen.
Kein halbes Jahr später sind erste konkrete positive Effekte zu spüren und zu erkennen - in Form von immerhin 48 neuen Arbeitsplätzen und zahlreichen Aufträgen für Bau- und Handwerksbetriebe der Stadt und der Region.
Ob die erste öffentliche Plastinationswerkstatt die in sie gesetzten Erwartungen erfüllen wird, lässt sich natürlich erst in einigen Monaten feststellen. Doch bereits jetzt zeichnet sich ein großes Interesse daran ab und deshalb stehe ich nach wie vor zu diesem Projekt.