Einer ganzen Region ist ein Stein vom Herzen gefallen. Mit großer Erleichterung hat Brandenburg die Entscheidung des Verteidigungsministeriums am Mittwoch aufgenommen, keinen der 15 Bundeswehrstandorte zu schließen. Es kommt allerdings in einigen Kommunen zu einem erheblichen Personalabbau.

So soll die Zahl der nach Ministeriumsangaben 8800 Dienstposten – Soldaten und Zivilbeschäftigte – um 1400 auf 7400 sinken. Am härtesten trifft es Strausberg (Märkisch-Oderland), wo es künftig nur noch 1060 statt wie jetzt 2270 Dienstposten geben soll. Im Fliegerhorst Holzdorf/Schönewalde (Elbe-Elster) wird die Zahl der Dienstposten um 130 von derzeit 1810 auf 1680 reduziert. Außerdem verliert Cottbus das Kreiswehr-Ersatzamt (50 Stellen), die Radaranlage in Döbern (Spree-Neiße) verliert mit 20 die Hälfte ihrer Dienstposten, auch in Doberlug-Kirchhain (Elbe-Elster) werden 20 Stellen abgebaut.

Schönefeld, das bisher kein Militärstandort war, bekommt mit der Flugbereitschaft des Verteidigungsministeriums 460 neue Stellen und wird damit zum 16. Bundeswehrstandort im Land.

Auch Sachsen kommt bei der Reform glimpflich davon. Im Freistaat steht nur das Munitionslager in Mockrehna (Nordsachsen) auf der Streichliste. Zudem sollen landesweit 900 Dienstposten wegfallen. In Frankenberg wird die Zahl um 280 auf 890 Stellen reduziert. Marienberg muss 240 weniger Bundeswehrangehörige verkraften und Leipzig sogar 300. Weißkeißel (Görlitz) und Königsbrück (Bautzen) erhalten zusätzliches Personal .

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