(SvD) Vor allem, um „anderen Landwirten unsere Arbeit vorzustellen und Mut zum geschlossenen Betrieb zu machen“, bewarb sich Hecht für den CeresAward. „Denn“, so erklärt er, „je weniger ein Betrieb vom Handel abhängig ist, umso mehr Zeit hat man für das Wesentliche – die Produktion hochwertiger Produkte!“

Benny Hecht managt im brandenburgischen Meinsdorf, etwa 100 Kilometer südlich von Berlin im Landkreis Teltow-Fläming, einen der erfolgreichsten Schweinebetriebe des Landes. Unter seiner Regie wurde die Schweinehaltung der dortigen Agrargenossenschaft vor einigen Jahren total umgekrempelt und auf ein komplett geschlossenes System mit 330 Sauen und 3500 Mastplätzen umgestellt. Für den 38-Jährigen ist das Wohlbefinden seiner Tiere mehr als nur ein Lippenbekenntnis. Rund drei Millionen Euro wurden in eine besonders tiergerechte Haltung investiert. Zum Beispiel steht den Sauen deutlich mehr Platz zur Verfügung als gesetzlich vorgeschrieben. Und dass es den Tieren gut geht, zeigen sie auch mit ihren Leistungen. 34 verkaufte Mastschweine pro Sau und Jahr sind Spitze.

Die drei Finalisten in der Kategorie Schweinehaltung sind nicht nur im Sauen- oder Maststall absolute Profis. Sie setzen sich ebenso engagiert in der Öffentlichkeit für die Interessen der deutschen Schweinehalter ein. Unserem Gewinner gelingt es dabei auch sehr gut, sich in die Welt seiner Schweine zu versetzen und Tierwohl und hohe Leistungen optimal miteinander zu kombinieren – nach dem Motto: Tierwohl mit Hirn, statt nur fürs Auge“, urteilte die Fachjury des CeresAward über den Sieger in der Kategorie Schweinehalter.

Die Juroren in der Kategorie Schweinehalter waren Dr. Dirk Hesse (Agri Kontakt) sowie Uwe Bräunig (agrarheute).