Eine auskömmliche, sachgerechte und verlässliche Finanzierung von Brandenburgs Krankenhäusern hat die brandenburgische CDU-Fraktion gefordert. Auf einer Fraktionsklausur in Luckenwalde (Kreis Teltow-Fläming) beschlossen die Abgeordneten eine "Luckenwalder Erklärung" mit Maßnahmen zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung.

Dazu zählen etwa Stipendien für angehende Ärzte, die sich anschließend im Land niederlassen. Derartige Ausbildungsbeihilfen gibt es heute bereits im Landkreis Elbe-Elster: Dort werden Medizinstudenten für maximal vier Jahre mit 500 Euro pro Monat unterstützt. Das Geld muss nicht zurückgezahlt werden, wenn sie anschließend für vier Jahre eine Praxis im Landkreis übernehmen. "Diese Beihilfen müssten landesweit gewährt werden", so der CDU-Landesvorsitzende und gesundheitspolitische Sprecher Michael Schierack. Nötig sei ferner eine engere Abstimmung mit der Berliner Charité, um zusätzliche Ärzte für Brandenburg auszubilden.

Auch im Pflegebereich fordern die Unionspolitiker Reformen: Bei der Vergütung von Pflegekräften dürfe es zwischen den Bundesländern keine zu großen Verwerfungen geben, um geeignetes Personal in Brandenburg halten zu können. "Wir müssen uns heute darum kümmern, dass genügend Ärzte in Brandenburg praktizieren und die Ausbildung von Pflegekräften vorangetrieben wird." Der Jüterboger Landtagsabgeordnete Danny Eichelbaum betonte die Notwendigkeit einer guten Erreichbarkeit von Ärzten vor allem im ländlichen Raum. Als Beispiel verwies er auf den Landkreis Teltow-Fläming.

Dort sei "die hausärztliche Betreuung in einigen Kommunen unzureichend", so Eichelbaum. "Mindestens acht Hausärzte fehlen hier derzeit, und über die Hälfte aller praktizierenden Ärzte sind älter als 50 Jahre." Es sei dringend nötig, junge Ärzte zu gewinnen, die sich in der Region niederlassen.

Auch bei der Finanzierung der Gesundheitsleistungen sieht der CDU-Fraktionsvorsitzende Dieter Dombrowski ein Problem. "Es ist völlig inakzeptabel, dass ein Landkreis mit dem Potenzial von Teltow-Fläming in Schulden zu versinken droht, obwohl andere Landkreise, die es schwerer haben, ausgeglichene Haushalte vorweisen können."