Vor allem die Sachsen-Franken-Magistrale über Plauen und Hof nach Nürnberg sollte in die Streckenführung durch den Tunnel eingebunden werden, sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Gunter Bolick, gestern in Dresden. Dazu müsse die Bahn aber endlich für eine durchgehende Elektrifizierung der Strecke sorgen.
Der Ausbau dieser Strecke sei notwendig, um die südwestsächsische Region mit ihrer hohen Wirtschaftskraft besser anzubinden. Sachsen habe das Projekt City-Tunnel nicht angeschoben, „um die teuerste Straßenbahnlinie Deutschlands zu realisieren“ , sagte Bolick. Auch müsse sich Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) stärker als bisher in das Projekt einbringen.
Die Bahn hat sich bisher nicht eindeutig geäußert, ob sie den mindestens 571 Millionen Euro teuren City-Tunnel auch für den Fernverkehr nutzen will. Der knapp vier Kilometer lange Tunnel war in den vergangenen Wochen in die Kritik geraten, nachdem bekannt wurde, dass sich die Baukosten um bis zu 73 Millionen Euro erhöhen könnten. (ddp/cd)