Er solle die Zusammenarbeit zwischen den Bundesländern weiter verbessern.

"Der ständige Ausschuss soll eine weitere Intensivierung der Zusammenarbeit und des Austausches erreichen", sagte der CDU-Fraktionschef im Berliner Abgeordnetenhaus, Florian Graf. "Wir wollen dabei vor allem entscheidende Schritte bei der Erarbeitung eines Leitbildes der gemeinsamen Region sowie schnellere und bessere Abstimmungsprozesse bei gemeinsamen Projekten erzielen."

Berlin und Brandenburg seien mehr als nur Nachbarn. Auch ohne eine Fusion könnten beide Bundesländer erhebliche Potenziale heben. "Wir dürfen nicht nur übereinander reden, sondern müssen noch mehr miteinander sprechen", sagte Senftleben. "Ein gemeinsamer Ausschuss von Abgeordnetenhaus und Landtag wäre der ideale Ort, um im steten Austausch unsere Region voranzubringen."

In einem gemeinsamen Positionspapier machen beide Fraktionschefs deutlich, was der gemeinsame Ausschuss bewirken solle: Eine bessere Abstimmung in der gemeinsamen Landesplanung, beim Flughafen BER, eine abgestimmte Lehrerbedarfsplanung der beiden Bundesländer oder eine bessere Zusammenarbeit beim VBB. Doch dabei übersehen die Christdemokraten, die ja im Streit um die Kreisgebietsreform für die Selbstständigkeitvon Landkreisen und Kommunen eintreten, dass in Brandenburg auch die kommunale Ebene an der Planung des VBB beteiligt ist - während das Land Berlin, das als Stadtstaat zugleich Kommune ist, diese Ebene nicht hat.

"Die Einbeziehung von Landkreisen und Städten stünde infrage, wenn die CDU-Idee umgesetzt würde", sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion, Björn Lüttmann. Ohnehin sei die Zusammenarbeit beider Länder so gut wie nirgends sonst in Deutschland. Der Vorschlag der CDU sei deswegen "überflüssig und nicht durchdacht."