"Wer an der Flasche reibt, muss damit rechnen, dass ein Geist herauskommt."
 Frank Hammer, Linkspartei-Abgeord neter im Landtag


Der Landtagsabgeordnete der Union Ingo Senftleben dementierte Zeitungsmeldungen, wonach er bei der Linkspartei.PDS einen Untersuchungsausschuss gegen seinen Parteifreund Junghanns angeregt hat. "Die Behauptungen, die aufgestellt wurden, sind falsch."
CDU-Fraktionschef Thomas Lunacek erklärte gestern: "Ich kann das nicht glauben." Der Linkspartei-Abgeordnete Frank Hammer bestätigte indes die Berichte. Senftleben habe ihn ermuntert, wegen des geringen Fördermittelabflusses einen Untersuchungsausschuss gegen das Wirtschaftsministerium in die Wege zu leiten (die RUNDSCHAU berichtete).
Junghanns, der im Blickpunkt eines solchen Ausschusses stehen würde, bewirbt sich im Januar um die Nachfolge des scheidenden CDU-Landeschefs Jörg Schönbohm. Sein Gegenkandidat ist der frühere Generalsekretär der Partei, Sven Petke. Fraktionschef Lunacek stellte sich gestern vor Senftleben. "Ich traue das keinem unserer Abgeordneten und Mitarbeiter in der CDU-Fraktion zu", sagte er.
Hammer bekräftigte in Potsdam, Senftleben habe den Vorschlag bei einem kurzen Gespräch auf dem Weg zur Landtagstoilette gemacht. Später habe Senftleben in einem Telefonat von einer "Blödelei" gesprochen. Hammer fügte jedoch hinzu, der CDU-Mann habe auch früher Andeutungen über den Fördermittelabfluss gemacht. "Ich musste das ernst nehmen", sagte der Linkspartei-Abgeordnete. "Wer an der Flasche reibt, muss damit rechnen, dass ein Geist herauskommt." (dpa/ta)