Die CDU-Fraktion im sächsischen Landtag hat vor einem raschen Ausstieg von Vattenfall aus der Braunkohleförderung gewarnt. Mit dem Einstieg des Staatskonzerns in der Lausitz und im Südraum vom Leipzig 2001 habe sich Schweden mit wirtschaftsschwachen und von der Braunkohle abhängigen Regionen verbunden, erklärte der Abgeordnete Georg-Ludwig von Breitenbuch am Montag. „Daher wäre es verantwortungslos, nun den Ausstieg übereilt anzugehen.“

Die betroffenen Gebiete brauchten langfristige Konzepte, um eine flankierende Wirtschaftsstruktur aufzubauen. Gleiches gelte für die Energieversorgung. „Der Ausstieg aus der Kernenergie bis zum Jahr 2022 kann nur durch die Kohle flankiert werden“, erklärte von Breitenbuch.

Schwedens neue Regierung hatte in der Vorwoche einen Kurswechsel bei Vattenfall angekündigt. „Die Zukunft des Unternehmens muss in der Entwicklung erneuerbarer Energien liegen, und nicht in Kohle und Gas“, hieß es. Vattenfall plant die Erweiterung von drei seiner fünf Lausitzer Braunkohle-Gruben. Die Regierung will die Pläne stoppen.

Vor diesem Hintergrund hatten am Wochenende die Grünen im Landtag von Sachsen ein Umdenken in der Energiepolitik gefordert. Aus ihrer Sicht muss eine künftige schwarz-rote Landesregierung jetzt die Weichen für „einen Einstieg in den Kohleausstieg stellen“.