Die Erlöse aus sämtlichen Verkäufen sollen im wesentlichen der Entschuldung Leipzigs dienen. Die größte ostdeutsche Kommune steht derzeit mit rund 800 Millio nen Euro in der Kreide. Am 15. November soll der Stadtrat über die Vorhaben abstimmen. CDU und SPD haben im Stadtrat zusammen eine Mehrheit.
Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) hofft auf einen Vertragsabschluss zur Privatisierung der Stadtwerke bis Ende 2007. Mehrere Unternehmen hatten bereits Interesse an den Stadtwerken bekundet. Dazu gehört der russische Erdgaskonzern Gazprom. Die internationale Ausschreibung soll spätestens im kommenden Sommer erfolgen.
Auch die Holding der städtischen Unternehmen, die Leipziger Versorgungs- und Verwertungsgesellschaft, soll einen privaten Investor erhalten. Ziel ist es, sie bis 2009 zu einem kommunalen Mischkonzern mit einem Minderheitsgesellschafter umzuwandeln. Der Holding gehören die Stadtwerke sowie die Kommunalen Wasserwerke und die Leipziger Verkehrsbetriebe an. Für die Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft bleibt es bei möglichen Teilprivatisierungen. (dpa/cd)