Zur Wiederwahl stellen sich auch die drei Vize-Parteichefs: CDU-Fraktionschef Steffen Flath, Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz und Bernd Lange. Außerdem wollen die rund 240 Delegierten das zweite Grundsatzprogramm verabschieden, mit dem sich die CDU weiter als Umwelt- und Familienpartei profilieren will.

Tillich war vor zwei Jahren auf einem CDU-Parteitag in Chemnitz mit 94,2 Prozent der Stimmen zum Vorsitzenden gewählt worden. Einen Gegenkandidaten gab es auch damals nicht. Nach den Jahren des personellen und programmatischen Aufbaus setze die Partei nun auf eine nachhaltige Entwicklung, sagte Kretschmer, der wieder als Generalsekretär kandidiert.

Orosz werde als einzige Kandidatin wegen ihrer Krebs-Therapie in Plauen wohl nicht anwesend sein können. Die an Brustkrebs erkrankte Oberbürgermeisterin wird ihre Amtsgeschäfte vermutlich erst 2012 wieder aufnehmen können.

Tillich, ehemals Umweltminister, wird laut Kretschmer in einer Rede unter anderem über die Verwaltungsreform sprechen, die Anfang nächsten Jahres von der schwarz-gelben Koalition im Landtag verabschiedet werden soll. Mit dem größten Behördenumbau in seiner Geschichte will der Freistaat bis 2021 mehrere Hundert Millionen Euro einsparen, die aufgrund sinkender Einnahmen an Steuer- und Fördergeld fehlen werden. Den Hochschulentwicklungsplan und eine Abgrenzung zur Bundes-CDU, die beispielsweise bei der Energiewende unglücklich agiert habe, werde Tillich ebenfalls thematisieren.