Und für einen von ihnen, CDU-Sprecher Martin Burmeister, gab es in den vergangenen Tagen Grund zur Freude. Denn eine wichtige Fachzeitschrift, das "PR-Magazin", testete in den vergangenen Wochen die Pressestellen der deutschen Parteien. Und die Leistungen des Fraktionssprechers der Brandenburger CDU waren ganz vorne mit dabei.

Ganz im Gegensatz zum Landesverband der SPD. "Theoretisch braucht es nur zwei Klicks, um die gesuchten Ansprechpartner zu finden", schreibt das PR-Magazin in seiner Bewertung. "Allerdings sind diese gut versteckt - nämlich hinter Landesverband und Regine-Hildebrandt-Haus." Dann erreichte das Magazin den stellvertretenden Landesgeschäftsführer Matthias Beigel, einst Sprecher der Landtagsfraktion. Und resümiert: "Eine Absage schickt der Landesverband nicht, geschweige denn eine Antwort." Trotz einer Erinnerung sei aus Brandenburg "nichts als Schweigen" gekommen. "Gesamtnote: katastrophal."

Bei der Brandenburger CDU dagegen wurde sofort an die Landtagsfraktion weitergeleitet: Denn die Frage des PR-Magazins lautete: "Wo verläuft die Grenze zwischen Fraktionszwang und Fraktionssolidarität?" Pressesprecher Burmeister bat den Parlamentarischen Geschäftsführer Jan Redmann um eine Antwort. "Redmann beantwortete alle Fragen, und zwar in aller Ausführlichkeit und mit vielen Hintergrundinformationen", heißt es in der Antwort des Magazins. "Da bleibt kaum Luft nach oben." Zumindest an dieser Stelle jedenfalls ist die Brandenburger CDU keineswegs mehr die "schlechteste CDU Deutschlands" - im Gegenteil: Ihre Pressestelle kommt im Bundesranking sogar auf Platz zwei.