Die Unesco messe mit unterschiedlichem Maß, lasse sich von politischen Kräften instrumentalisieren und missachte die Demokratie, hieß es in einem Schreiben des stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Arnold Vaatz (Dresden), gestern. Die Unesco hat damit gedroht, dass Dresden den Welterbe-Titel verliert, sollte die Waldschlösschenbrücke wie geplant im Elbtal gebaut werden.
Den Vorwurf der Demokratie-Missachtung begründete Vaatz mit dem Hinweis, die Unesco habe Dresdens Baubürgermeister Herbert Feßenmayr bei ihrer Sitzung in Vilnius länger anhören müssen. "Stattdessen hat sie ihn durch die Gewährung von weniger als fünf Minuten Redezeit gedemütigt und die Arroganz ihrer Macht vorgeführt", schrieb Vaatz. (dpa/mb)