Sorge bereiteten ihm vor allem die bandenmäßige Ausführung der Taten und die wachsenden Ängste in der Bevölkerung. Da könne auch die beschlossene Aufstockung des Personals bei der Bundespolizei in der Region Bautzen nicht beruhigen.

So sei es im Dezember 2012 nicht gelungen, einen gestohlenen Wagen eines Bautzner Bauunternehmens in Polen sicherzustellen - trotz Ortung über GPS und schneller Reaktion. "Auf ein Grenzregime, das sich in einer so überschaubaren Situation nicht bewährt, kann man sich nicht verlassen", sagte Schiemann. Er sieht daher keine andere Möglichkeit als die Wiedereinführung der 2007 abgeschafften Kontrollen. Das will er auch Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) mitteilen. Kritik am Wegfall der Grenzkontrollen hatte es auch früher schon aus dem Freistaat gegeben.

"Ich will wissen, ob die Frage der Nacheile ins Nachbarland ausreichend geklärt ist, welche Kompetenzen Bundes- und Landespolizei dort haben und wie Mitarbeit bei der Spurenauswertung möglich ist", sagte Schiemann. Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) versteht die Sorgen und Ängste der Menschen vor Kriminalität, setzt jedoch auf gemeinsame Lösungen mit den Nachbarn: "Ein freies und offenes Europa ist ein Gewinn für alle Bürger, auch für die Menschen in den Grenzregionen."