Damit wäre ein Schritt in die richtige Richtung getan. Mit der Erhöhung der Ostrenten um 3,49 Prozent würde sich der Abstand des Wertes je Rentenpunkt von derzeit 3,15 Euro auf 2,56 Euro verringern. Damit hätten die Ostrentner 90,97 Prozent des Rentenpunktwertes der Westrentner. Wenn man sich die prognostizierte Entwicklung für die nächsten drei Jahre ansieht, trübt sich die Euphorie wieder etwas ein. Die prozentuale Erhöhung täuscht eine Angleichung vor. Dies wird deutlich, wenn man die Erhöhung in Euro umrechnet, denn die Prozentrechnung ist manchmal trügerisch. Da sind leider die Erhöhungsbeträge der Westrenten höher. Die Differenz von 2,56 Euro im Jahr 2013 erhöht sich bis 2016 wieder auf 2,68 Euro. Das ist ein Schritt in die Gegenrichtung. Hier liegt der Verdacht nah, dass die Erhöhung (3,49/ein Prozent) im nächsten Jahr ein Wahlgeschenk der schwarz-gelben Regierung sein könnte. Die Rentner haben jedoch sicherlich nicht vergessen, dass im Koalitionsvertrag eigentlich an völlige Angleichung versprochen wurde.

Rentenannäherungin Minischritten

Eberhard Ragwitz aus Kolkwitz/Krieschow äußerst sich zum selben Beitrag:

In Ihrem Beitrag zur Rentenentwicklung schreiben Sie zu Recht, dass Vorhersagen auf diesem Gebiet schwierig sind. Umso untrüglicher ist aber ein Blick zehn Jahre zurück. Im Jahre 2002 betrug der Rentenwert Ost 22,06 Euro je Rentenpunkt, im Westen waren es 25,31 Euro, mithin eine Differenz von 3,25 Euro je Rentenpunkt. Ab Juli 2012 betragen die Werte je Rentenpunkt 24,92 Euro im Osten und 28,07 Euro im Westen. Die daraus resultierende Differenz beträgt somit 3,15 Euro je Rentenpunkt. Also hat der Osten binnen zehn Jahren den Abstand um 0,10 Euro je Rentenpunkt verringert, was einer jährlichen Annäherung um einen Cent je Rentenpunkt entspricht. Allgemein unbekannt dürfte auch die Tatsache sein, dass sich der Abstand je Rentenpunkt zwischen Ost und West im Zeitraum von 2009 bis 2012 von 3,07 Euro auf 3,15 Euro vergrößert hat. (Dieser Effekt tritt immer dann ein, wenn die prozentuale Erhöhung in Ost und West gleich ist.) Wenn man die Entwicklung der vergangenen zehn Jahre hochrechnet, dürfte klar sein, dass der übergroße Anteil der heutigen Rentnergeneration im Osten eine Angleichung an das Rentenniveau unserer Brüder und Schwestern im Westen nicht erleben wird. (. . .)

CDU-Politiker kann Fahrplan nicht lesen

Manfred Harder aus Cottbus schreibt zu "CDU-Politiker Genilke: "Elbe-Elster fehlt ein Zug nach Dresden" (RUNDSCHAU vom 28. November):

In Ihrer Ausgabe zitieren Sie Herrn Rainer Genilke. Es ist schon traurig zu lesen, dass ein verkehrspolitischer Sprecher einer so renommierten Partei keinen Fahrplan lesen kann. Von Elsterwerda nach Dresden fährt man nicht zwei, sondern nur eine Stunde. (. . .)

Sprayer verschandeln ganze Straßen

Lothar Kockel aus Finsterwalde schreibt zu "Unerwünschte Kunst an Mauerdenkmal" (RUNDSCHAU vom 21. November):

Es klingt wie ein Witz. Es kann nicht sein, dass ohne Genehmigung das Mauerstück bemalt wird. Das finde ich richtig. Nichts gegen den Kunstmaler. Aber im Gegensatz dazu dürfen Schmierfinken ganze Straßen verschandeln, ohne dass Politiker, Behörden und die Justiz es groß interessiert. Es wurden auch schon Schmierfinken erwischt. Aber die Strafe? Diese Sprayer brauchen nicht mal selbst die Sauereien an den Gebäuden und so weiter beseitigen.