Die CDU lenke von eigenem Versagen ab. „Es fällt kein Wort zum Unterbringungschaos oder zu unwürdigen Lebensumständen in den Erstaufnahmeeinrichtungen des Freistaates. Stattdessen werden Forderungen aufgestellt, die nicht in Sachsen, sondern auf Bundesebene zu klären sind“, kritisierte Bahnert.

Die Union will das Positionspapier bis Samstag auf einer Klausur im Kloster St. Marienthal in Ostritz (Landkreis Görlitz) behandeln. Sie fordert darin eine konsequente Politik, um notleidenden Asylbewerbern zu helfen, aber auch entschieden Missbrauch entgegenzutreten. Die Liste sicherer Herkunftsländer müsse regelmäßig überprüft und aktualisiert werden, hieß es. Abgelehnte Asylbewerber gelte es zügig abzuschieben. Wer zu einer Haftstrafe von einem Jahr oder mehr verurteilt wird, soll in der Regel das Land verlassen. Von Flüchtlingen wird außerdem ein hohes Maß an Loyalität und Bereitschaft zur Integration erwartet.