Es sei als "herausragendes Zeichen des Willkommens" an die neuen deutschen Staatsbürger gedacht, heißt es in einem gestern von der CDU-Fraktion beschlossenen Antrag an den Landtag. Bisher veranstaltet der Freistaat Sachsen als einziges Bundesland derartige Feiern für Neubürger.
Die Reaktionen auf den Vorstoß der CDU waren unterschiedlich: Landtagspräsident Gunter Fritsch (SPD) sagte, eine solche zentrale Feier hätte vor allem Symbolcharakter. Für wichtiger halte er lokale Einbürgerungsfeste, wie es sie in Brandenburg und anderswo teilweise schon gebe, weil sie "praktische Einbürgerungshilfe" seien.
SPD-Fraktionschef Günter Baaske sagte, man werde den mit seiner Fraktion nicht abgestimmten Vorschlag prüfen. In Brandenburg werden jährlich etwa 350 Menschen eingebürgert.