Entweichungen aus den Anstalten, wie sie dem Sexualmörder Frank Schmökel vor zwei Jahren gelang, müssten verhindert werden, sagte der parlamentarische CDU-Fraktionsgeschäftsführer Dierk Homeyer am Sonnabend in Potsdam. Er erwarte deshalb von Baaske eine detaillierte Antwort auf eine parlamentarische Anfrage mit 15 Punkten.
Informationen erwartet Homeyer über die seit 1999 für den Maßregelvollzug eingesetzten Landesmittel, die Höhe des Personalbestandes in den Anstalten und ihren baulichen Zustand, die geltenden Regelungen für Haftlockerungen sowie die Zusammenarbeit mit Polizei und Justiz. Nach den vorliegenden Vorschlägen der nach der Flucht Schmökels eingesetzten "Schnoor-Kommission" und einer entsprechenden Aufstockung der Haushaltsmittel in den vergangenen Jahren müsse Baaske jetzt konkrete Angaben über eine höhere Sicherheit im Maßregelvollzug vorlegen können, betonte Homeyer.
Da erst in dieser Woche erneut eine Flucht gelungen sei und der unter strengster Beobachtung stehende Schmökel Rasierklingen und ein Feuerzeug in seiner Zelle verstecken konnte, sehe er mit großem Interesse der Beantwortung seiner Fragen durch den Minister entgegen, meinte der CDU-Politiker. (dpa/ta)