Ein weiteres Thema sei der geplante Verkauf der Braunkohle-sparte des schwedischen Energiekonzerns Vattenfall gewesen, der in der Lausitz Tagebaue und Kraftwerke betreibt. Das Treffen im Kanzleramt fand im Rahmen einer Klausurtagung der Landtagsfraktion im brandenburgischen Werder (Havel) statt.

Merkel habe betont, dass die momentane Situation in puncto Flüchtlinge eine "vorübergehende" sei. "Wir können nicht noch einmal genauso viele Flüchtlinge aufnehmen wie im letzten Jahr", sagte Kupfer. Darauf arbeite auch die Kanzlerin hin. Erleichterungen verspreche er sich vom Integrationsgesetz, auf das sich die Koalition in der Nacht in Berlin verständigt hatte. Beim Thema Vattenfall wollte Kupfer die Kanzlerin dafür sensibilisieren, dass der künftige neue Eigentümer der Braunkohle-sparte auch eine sichere gesetzliche Grundlage für den wirtschaftlichen Weiterbetrieb benötige. Außerdem müsse sichergestellt sein, dass die Länder nicht auf den Kosten der Rekultivierung der Tagebauflächen sitzenblieben.

Neben dem Gespräch bei der Kanzlerin standen auch Treffen mit Innenminister Thomas de Maizière (CDU) und CDU-Generalsekretär Peter Tauber auf dem Programm der Abgeordneten.

Am Mittwochabend hatten die Unionsfraktionen der Landtage von Sachsen und Brandenburg bei einer Sitzung in Werder eine Erklärung zum dauerhaften Schutz des sorbischen Volkes verabschiedet. Außerdem forderten sie vor dem Hintergrund der Erhöhung der Gesamtinvestitionen im neuen Bundesverkehrswegeplan eine stärkere Berücksichtigung der Projekte in ihren Ländern. Genannt wurden der Ausbau der Bundesstraße 87n von Leipzig über die Niederlausitz nach Frankfurt (Oder), der Neubau der Bahnstrecke Dresden-Prag und der Erhalt der Elbe als Bundeswasserstraße.

Heute wollen die sächsischen Abgeordneten zum Abschluss der Klausur in Werder ihre Eckpunkte zum Haushalt 2017/2018 beschließen.