vorgeworfen. Das mangelnde sozial- und arbeitsmarktpolitische Profil sei ein Grund, dass die märkische Union in den Umfragen gemessen am Hoch der Bundespartei schwach abschneide, sagte May gestern in Potsdam.
Die CDU liegt in Umfragen deutschlandweit derzeit etwa bei 50 Prozent, in Brandenburg bei rund 32 Prozent, etwa gleichauf mit der SPD. May verwies auf "strukturelle Probleme" der Brandenburger CDU: Sie sei nicht im nötigen Ausmaß Volkspartei, ihr festes Wählerpotenzial liege nach einer Forsa-Umfrage lediglich bei 16 Prozent.
"In einem Bundesland mit einer Arbeitslosenquote von durchschnittlich 19,5 Prozent muss die Arbeitsmarktpolitik Vorrang haben", so der CDA-Landeschef, der angesichts von Kürzungen bei Sozialeinrichtungen und Wohlfahrtsverbänden Umschichtungen innerhalb des Haushaltes anregte.
Der CDA-Landeschef forderte die Union auf, vor der Landtagswahl im Herbst klar das als SPD-Domäne geltende Arbeits- und Sozialressort zu beanspruchen und einen Schattenminister dafür zu präsentieren. (Eig. Ber./thm)