Sie hatten sich etwa zehn Kilometer vor dem Verladebahnhof Dannenberg mit einer Betonpyramide an den Gleisen befestigt. Die Polizei hatte zuvor vergeblich versucht, die Atomkraftgegner mit technischem Gerät von ihrer Betonpyramide zu lösen.

Heftige Proteste und Gleisblockaden ließen den Zug den ganzen Sonntag über nur stockend vorankommen. Die Polizisten waren seit Samstagabend praktisch nonstop im Einsatz, um Tausende Demonstranten von den Schienen abzudrängen.

Schon lange vor dem Erreichen des Zwischenlagers war der Castor am Sonntagmittag mit mehr als 92 Stunden länger unterwegs als je zuvor. Am Mittwochnachmittag hatte er im französischen La Hague seine Fahrt begonnen – bis Sonntagabend waren mehr als 100 Stunden vergangen. Wann die elf Behälter Gorleben erreichen sollten, war am Abend weiter unklar. Politik Seite 5